Gefährdungsanalyse in RiskPlus: Risiken systematisch erfassen und bewerten

Eine fundierte Gefährdungsanalyse ist das Herzstück jedes Risikomanagements nach DVGW W 1001. In RiskPlus ermitteln Wasserversorgungsunternehmen systematisch, welche Flächen und Nutzungen eine potenzielle Gefahr für das Rohwasser darstellen – und wie groß dieses Risiko ist. Dabei ist der Prozess durchgängig integriert: von der automatischen Ausgangsdatenbasis bis zur direkten Wirkung auf das Untersuchungsprogramm.

Automatisch starten – ohne manuelle Vorarbeit

Die Gefährdungsanalyse knüpft unmittelbar an die Einzugsgebiet-Erfassung an. Aus den bereits hinterlegten Landnutzungsdaten des ATKIS-Basis-DLM erstellt RiskPlus automatisch eine strukturierte Liste der vorhandenen Landnutzungs-Sektoren und -Kategorien – die sogenannten Gefährdungsträger. Eine manuelle Erfassung entfällt damit, was viel Zeit spart. Eigene Flächen lassen sich bei Bedarf jederzeit per Shapefile oder Excel ergänzen.

Gefährdungsereignisse zuweisen und fachlich einordnen

Zu jedem Gefährdungsträger schlägt RiskPlus passende Gefährdungsereignisse vor – inklusive Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensausmaß und Eintragspfad. Das Fachteam kann diese übernehmen, anpassen oder mit eigenen Ereignisse ergänzen. Entscheidend für die Bewertung ist der Eintragspfad: Je nachdem, ob ein Schadstoff oberirdisch, unterirdisch oder als Direkteintrag in ein Oberflächengewässer wirkt, fließt die natürliche Schutzwirkung des Einzugsgebiets unterschiedlich stark in die Risikobewertung ein. Alle Parameter lassen sich flächenindividuell oder per Massenbearbeitung anpassen. So wird der individuellen Situation Rechnung getragen.

Effizienz durch Katalog und Bewertungsvorlagen

Wer RiskPlus einsetzt, profitiert von einem zentralen Vorteil: Einmal definierte Gefährdungsereignisse und Maßnahmen lassen sich als Vorlage auf weitere Gebiete übertragen – ohne erneuten Erfassungsaufwand. Der zugrundeliegende Katalog ist vollständig verwaltbar; Einträge können dupliziert, angepasst oder neu angelegt werden. Wie weit die Bearbeitung bereits fortgeschritten ist, zeigt das Dashboard, aufgeteilt in Risikoabschätzung und Risikobeherrschung, jederzeit auf einen Blick.

Die Grundlage für das gesamte Monitoring

Die Gefährdungsanalyse ist kein isolierter Schritt – alles, was hier erfasst und bewertet wird, wirkt sich unmittelbar auf das Untersuchungsprogramm aus. Das ermittelte Rohwasserrisiko fließt zusammen mit Messwertklassifizierung und berechnetem Trend in die Empfehlung ein, welche Parameter wo und in welchem Intervall beprobt werden sollten. So wird aus der Gefährdungsanalyse die inhaltliche Grundlage für ein systematisches Risikomanagement nach DVGW W 1001.

RiskPlus zeigt den Stand der Risikoanalyse zu jedem Zeitpunkt übersichtlich: Vom Ausgangsrisiko auf den einzelnen Flächen (oben links), über die Schutzwirkung auf jeder Fläche (oben rechts) führt der Analyseprozess intuitiv zum Rohwasserrisiko (unten links). Das Restrisiko (unten rechts) bleibt als Rohwasserrisiko inkl. der Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken – jederzeit transparent dargestellt und ergänzbar.