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Über 350 Wasserversorger nutzen RiskPlus zur Erfüllung der TrinkwEGV-Abgabefrist
Die Energieversorgung Limburg GmbH setzt die Anforderungen der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung strukturiert um
Die Umsetzung eines risikobasierten Ansatzes in der Trinkwasserversorgung ist für viele Wasserversorger eine anspruchsvolle Aufgabe. Für die Energieversorgung Limburg GmbH (EVL) kommt eine besondere Rahmenbedingung hinzu: Die Trinkwassergewinnung erfolgt über stadtnah gelegene Brunnen entlang eines Flusses – teilweise mit und teilweise ohne festgesetzte Trinkwasserschutzgebiete. Was andernorts durch klare Zonierungen geregelt ist, muss in diesen Gebieten unter komplexeren Rahmenbedingungen gedacht werden. Umso wichtiger ist ein Risikomanagement, das Orientierung gibt, Zusammenhänge sichtbar macht und eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen und die Kommunikation mit Behörden schafft.
Ein wichtiger Impuls für die intensive Auseinandersetzung mit dem Risikomanagement ergab sich für die EVL bereits vor Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung 2023. „Im Rahmen des Meister-Erfahrungsaustauschs wurde deutlich, dass die zukünftigen Anforderungen nur mit einer übersichtlichen und praxisnahen Vorgehensweise erfolgreich bewältigt werden können“, erinnert sich Alexander Urban, Leiter Wassergewinnung bei der Energieversorgung Limburg GmbH. Für die Verantwortlichen war dies ein Wendepunkt: Aus vielen offenen Fragen wurde der klare Auftrag, den eigenen Status quo kritisch zu hinterfragen und systematisch aufzuarbeiten.
Die Ausgangslage in der Domstadt ist dabei alles andere als klassisch: Einige Brunnen befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Stadt, der Fluss Lahn grenzt an Wohngebiete und Kleingartenanlagen. Die Nähe von Stadt, Fluss und Wassergewinnung macht das Risikomanagement hier zu einer besonders sensiblen Aufgabe.
Vor diesem Hintergrund galt es zunächst, Ordnung in die Komplexität zu bringen. Offene Fragen, unterschiedliche Annahmen und fehlende Festlegungen mussten zusammengeführt werden.
Insgesamt verfügt die EVL über fünf Trinkwassereinzugsgebiete, die zu bewerten sind. Die Gesamtfläche dieser Gebiete beträgt 72,6 km². Allein 41 km² entfallen auf das Einzugsgebiet einer Gewinnungsanlage ohne Wasserschutzgebiet, das mithilfe der LAWA-Vollzugshilfe abgegrenzt wurde. Zwei Gebiete verfügen über kein offiziell ausgewiesenes Wasserschutzgebiet, in einem weiteren fehlt die Schutzzone II. Drei der fünf Gebiete liegen ganz oder teilweise im städtischen Raum, was aufgrund der Vielzahl möglicher Gefährdungsereignisse eine Herausforderung für die Bewertung darstellt. Aufgrund der hydrogeologischen Situation in und rund um Limburg ist es zudem kaum möglich, Standorte für neue Brunnen zu finden.
Die fachliche Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) sowie in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Gießen. Auf Basis der LAWA-Vollzugshilfe und früherer Anträge zur Abgrenzung von Wasserschutzgebieten erarbeitete die EVL gemeinsam mit dem TZW Vorschläge zur Abgrenzung von zwei Einzugsgebieten und bewertete die Einzugsgebiete aller Gewinnungsanlagen systematisch. Letztendlich konnten die umfangreichen Unterlagen beim Regierungspräsidium eingereicht werden – ein wichtiger Meilenstein im Projekt.
„Die TrinkwEGV stellt sehr komplexe Anforderungen an die Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Risiken“, erläutert Urban. „Mit RiskPlus konnten wir diese Anforderungen erstmals strukturiert, transparent und nachvollziehbar abbilden. Ohne die Software und die fachliche Begleitung durch das TZW wäre der Aufwand intern kaum zu leisten gewesen.“
Die Nutzung von RiskPlus ermöglichte eine strukturierte Bearbeitung des Risikomanagement-Projekts. Die Software half dabei, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Risiken einheitlich zu bewerten und Ergebnisse nachvollziehbar darzustellen. Aus einer Vielzahl einzelner Fragestellungen entstand so ein Gesamtbild, das Orientierung gibt.
Für die EVL bedeutet das vor allem eines: bessere Verständlichkeit – intern wie extern. Entscheidungen lassen sich fundiert begründen, Zusammenhänge klarer darstellen. Auch die Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden profitiert von der transparenten Darstellung. Erste Effizienzgewinne zeigen sich bereits, etwa durch die Vermeidung von Doppelarbeiten und einen klareren, abgestimmten Arbeitsprozess.
Für die EVL steht fest: RiskPlus bildet eine verlässliche Grundlage für die Umsetzung der TrinkwEGV und zukünftiger Anforderungen im Risikomanagement der Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig leistet die Software einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Trinkwasserversorgung, indem komplexe Prozesse digital dokumentiert und auswertbar gemacht werden.
„RiskPlus unterstützt uns in Zusammenarbeit mit dem TZW dabei, die komplexen Anforderungen der TrinkwEGV strukturiert, transparent und nachvollziehbar umzusetzen. Dadurch erhalten wir eine verlässliche Grundlage für ein zukunftsfähiges Risikomanagement.“
– Alexander Urban, Leiter Wassergewinnung, Energieversorgung Limburg GmbH
RiskPlus ist eine Softwarelösung, die Ihnen ein fundiertes und aussagekräftiges Risikomanagement entsprechend der Vorgaben der TrinkwEGV und TrinkwV ermöglicht.
Die webbasierte Anwendung gewährleistet die optimale Zusammenarbeit von Wasserversorgern und Ingenieurbüros sowie eine an künftige Anforderungen angepasste Dokumentation für alle zuständigen Behörden.
disy Informationssysteme GmbH
Zimmerstraße 3
76137 Karlsruhe
E-Mail: contact@riskplus.info
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