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Alle Anforderungen der TrinkwEGV jetzt digital umsetzbar mit RiskPlus

Einzugsgebiete in RiskPlus: Die Basis für verlässliche Risikoanalysen

Einzugsgebiete bilden die fachliche und räumliche Grundlage der Risikoanalyse in der Wasserversorgung. Die Erstellung von Einzugsgebieten ist eine zentrale Funktion in RiskPlus, mit der Wasserversorgungsunternehmen (WVU) die geografischen Elemente in ihren Versorgungsgebieten strukturiert erfassen und für weiterführende Bewertungen definieren. Die Einzugsgebiete (EZG) lassen sich direkt in RiskPlus anlegen, wobei gleichzeitig auch die zugehörigen Wasserschutzgebiete (WSG) definiert werden. So entsteht eine belastbare räumliche Basis, auf der alle weiteren Analysen aufbauen.

Einzugsgebiete anlegen: flexibel und praxisnah

Für die Anlage eines Einzugsgebiets bietet RiskPlus unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten. Ausgangspunkt kann ein bereits in RiskPlus hinterlegtes Wasserschutzgebiet und dessen Schutzzonen sein. Alternativ lassen sich eigene Wasserschutzgebiete als Geodaten importieren, auf deren Basis anschließend das zugehörige Einzugsgebiet ermittelt wird. Stimmt die automatisch ermittelte Abgrenzung eines Einzugsgebiets nicht vollständig mit den realen Gegebenheiten überein, kann sie direkt angepasst werden. Das integrierte GIS stellt dafür geeignete Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Geometrien manuell bearbeitet, erweitert oder präzisiert werden können. So bleibt die Abbildung des Einzugsgebiets stets fachlich korrekt und praxisnah.

Schutzzonen prüfen und fachlich einordnen

Nach der Auswahl des Wasserschutzgebiets werden die zugehörigen Schutzzonen dargestellt. RiskPlus übernimmt die originalen Schutzzonenbezeichnungen in standardisierte Zonen-Kategorien und weist diese den deutschlandweit gängigen SZ-Kategorien zu. In dieser Ansicht kann überprüft werden, ob die Zuordnung korrekt ist. Einzelne Schutzzonen lassen sich in der Karte auswählen und werden visuell hervorgehoben. Zusätzlich erscheint eine Objektinformation als „Infokasten“ über der Karte. So werden alle vorhandenen Informationen übersichtlich zusammengefasst. Falls erforderlich, kann die Zonen-Kategorie manuell angepasst werden, etwa wenn regionale Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

Anschließend werden alle Informationen zum Einzugsgebiet noch einmal überprüft und gegebenenfalls ergänzt: Der Name des Einzugsgebietes wird festgelegt, der Schutzzonentyp (Grund- oder Oberflächenwasserschutzgebiet) kategorisiert und die Durchlässigkeit des Grundwasserleiters definiert. An dieser Stelle profitieren die Nutzer wieder vom RiskPlus Konzept – Anwendende soll das Risikomanagement so einfach wie möglich gemacht werden, indem möglichst viele Daten oder andere Inhalte bereits in die Software integriert sind. Die deutschlandweite Karte der Durchlässigkeit des oberen Grundwasserleiters ist z. B. in der Karte des Einzugsgebiets hinterlegt. (Quelle: BGR: Karte der Durchlässigkeit des Oberen Grundwasserleiters der Hydrogeologischen Übersichtskarte von Deutschland 1:250.000 (HÜK250))

Schritt für Schritt werden so alle Gebiete mit den relevanten Informationen versehen.  

Mit dem Feature zur Erstellung von Einzugsgebieten schafft RiskPlus eine strukturierte und belastbare Grundlage für alle weiteren Schritte der Risikoanalyse. Wasserversorger erhalten damit ein präzises räumliches Verständnis ihres Versorgungsgebiets. In der weiteren Bearbeitung können darauf aufbauend Gefährdungen bewertet und geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet werden.